Präventionskonzept

Immer häufiger zeigen sich im Unterricht bei Schüler/innen Verhaltensauffälligkeiten wie Aggressivität, Konzentrationsmangel, Lernschwierigkeiten und Schulunlust bis hin zur Verweigerung.

Leben einzelne oder sogar mehrere Schüler/innen diese unterschiedlichen Symptome im Unterricht aus, führt das oft dazu, dass im Klassenraum eine Atmosphäre entsteht, die einen Lernerfolg für das betreffende Kind wie auch für den Rest der Lerngruppe nahezu unmöglich macht. Ermahnungen, Benachrichtigungen der Eltern und andere gängige Maßnahmen greifen oft nicht nachhaltig. Um diesem Problem begegnen zu können, wurde sowohl am Standort Jevenstedt als auch am Standort Westerrönfeld im Oktober 2011 in Zusammenarbeit mit der Betreuten Grundschule die Schulsozialarbeit implementiert.

1. Pädagogische Arbeit

Alle Schüler/innen müssen Gelegenheit haben, ihre persönlichen Stärken zu entfalten, an ihren Schwächen zu arbeiten und dabei erfolgreich zu sein.

Auch die Schule am Ochsenweg ist dem Inklusionsgedanken verpflichtet, der von der Gleichwertigkeit aller Menschen ausgeht und Menschen mit Behinderungen zur wirklichen Teilhabe an einer freien Gesellschaft befähigen möchte.

Im Schulalltag zeigen sich häufig Probleme und Konflikte. Um diesem begegnen zu können, wurde sowohl am Standort Jevenstedt als auch am Standort Westerrönfeld die Schulsozialarbeit eingeführt.

Die Schulsozialarbeiterin Frau Schmellekamp ist Ansprechpartnerin für Schüler/innen, Lehrer/innen sowie Eltern und bietet Beratung in persönlichen, schulischen und Erziehungsfragen sowie bei Fragen der Berufsorientierung.

Neben dem Beratungsangebot ist sie auch in den Klassen unterwegs, um die sozialen Kompetenzen der Schüler/innen zu stärken.
Kontakt: Telefon 04337 320 99 56 oder schmellekamp.schulsozialarbeit(at)gmail.com.

KIKU ist eine Förderintensivmaßnahme für die Klassenstufe 1 bei Lernproblemen in Deutsch und / oder Mathematik in Kooperation mit dem Förderzentrum.

Schon in der Grundschule haben die Klassen ihre regelmäßige Klassenratsstunde, in der Konflikte besprochen und Anliegen vorgetragen und geklärt werden. Schritt für Schritt lernen die Kinder, Rücksicht aufeinander zu nehmen und Konflikte mit Worten auszutragen. Die Klassensprecher berichten in den Klassenratsstunden auch aus der Klassensprecherversammlung und nehmen Anliegen der Klassenkamerad/innen in die KSV mit.

Aufbauend auf der erlebten Partizipation im Kindergarten gibt es in der Grundschule die Klassensprecherversammlung. Hier werden die Kinder an die Mitbestimmung und -gestaltung in der Schule herangeführt, die dann grundlegend für die SV-Arbeit in der Sekundarstufe ist.

Diese Stunde, durchgeführt durch die Klassenlehrkraft und in den Klassenstufen 5 und 6 in Zusammenarbeit mit der Schulsozialarbeit, dient dem Training des Sozialverhaltens, der Konfliktlösung und der Klärung zwischenmenschlicher Probleme, die im Laufe der Woche aufgetreten sind. Ab Jahrgang 7 liegt diese Stunde in der Hand der Klassenlehrkraft, die dann nach Bedarf die Schulsozialarbeiterin hinzuzieht.

Die Klassensprecher/innen ab Jahrgang 3 treffen sich in Jevenstedt alle 14 Tage mit dem Verbindungslehrer, Herrn Peters, und den Schulsprechern Lauritz und Lilly in der Mensa. Hier werden aktuelle Anliegen und Informationen ausgetauscht, die dann z.B. weiter an die Schulleiterin Frau Dr. Fooken- Verweyen getragen werden. Diese ist auch einmal im Monat mit dabei, stellt sich den Fragen der Schüler/innen oder gibt Infos zu anstehenden Projekten oder Maßnahmen.

Die Schule am Ochsenweg bietet seit dem Schuljahr 2016 / 2017 die AG der Schulsanitäter an. Ziel der AG ist es, Schüler/innen in allen Bereichen der Ersten Hilfe auszubilden. Weitere Infos finden Sie hier.

Die Schulkinder kommen mit den unterschiedlichsten Fähig- bzw. Fertigkeiten in der Schule an. Nicht allen Kindern glückt ein problemloser und selbständiger Einstieg. Einige von ihnen brauchen ein wenig Unterstützung, um sich eine angemessene Selbstkontrolle zu erarbeiten. Diese Kinder erleben sich allzu oft nicht selbstwirksam und erfolgreich. Schnell kann ihre Motivation sinken – leider analog dazu das störende und verweigernde Verhalten zunehmen.

An dieser Stelle kann allen durch das Projekt FiSch (Familie in Schule) geholfen werden. In einer kleinen Gruppe, die aus höchstens sechs Kindern, ihren Eltern und zwei Lehrkräften besteht, lernen die Kinder an positiv formulierten Zielen ihren Schulalltag wieder besser zu meistern.

Frau Röpke und Frau Traum kümmern sich jeden Mittwoch am FiSch-Vormittag um die Kinder und die Eltern. Die FiSch-Klasse trifft sich mittwochs in der Zeit von 8.20 Uhr bis 12.15 Uhr am Schulstandort Westerrönfeld. Die restlichen Tage besucht das Kind seine Heimatschule. In der Regel läuft die Maßnahme über 12 Wochen. Die wichtigste Voraussetzung ist die Bereitschaft der Eltern zur aktiven Mitarbeit. Dann ist die Arbeit auch für das Kind erfolgreich.

Am Standort Westerrönfeld gibt es Bolle und Murphy, unsere Schulhunde. Von zentraler Bedeutung ist die Aufgabe des Tieres als sozialer Katalysator. Weiteere Informationen zu unseren Schulhunden finden Sie hier.

Sowohl in Jevenstedt als auch in Westerrönfeld werden Schüler/innen zu Konfliktlotsen ausgebildet.

Über verschiedene praktische und spielerische Übungen lernen die Jugendlichen den Ablauf einer gewaltfreien Streitschlichtung kennen und diese anhand eines Schlichtungsgesprächs umzusetzen.

2. Allgemeine Sicherheit

Das Sicherheitskonzept der Schule wird ständig an die aktuellen Anforderungen angepasst.

Amoklauf

  • Notfallplan existiert
  • Alle Klassen sind abschließbar
  • Lautsprecherdurchsage funktioniert

3. Gesundheit

Da die Schüler/innen zu einem gesunden Lebenswandel angehalten werden sollen, bieten wir folgende Aktivitäten und Unterrichtsinhalte an:

  • Sachunterricht: gesund leben + Praxis, sich wohl fühlen, gesunde Ernährung/Schulfrühstück, Körperpflege, Zahnpflege, Bewegung macht Spaß und ist gesund (+ Sport-U), 1. Hilfe, Suchtprävention, Gewaltvorbeugung, Ernährungsführerschein
  • Gemeinschaftsschule/Grundschule: Schulzahnarzt
  • Gemeinschaftsschule: Suchtprävention/Droge 70/ Rebound / be smart don´t start, Verbraucherbildung (Ernährungsbewusstsein u. -verhalten, Konsum und Lebensstil);
  • Seelische Gesundheit: Klassenrat, Zusammenarbeit mit Eltern, ggf. externe Hilfen, Schulsozialarbeit
  • Ernährungsprojekte – feinheimisch – aktuelle Obst- und Milchausgabe