Die Rollende Lesestunde

 

Eine Schule liest….

Montag, dritte Unterrichtsstunde in der Schule am Ochsenweg in Jevenstedt, und es ist erstaunlich ruhig: Keine Schritte, keine lauten Stimmen aus den Klassenzimmern, keine Geräusche aus dem Filmraum oder aus den Sporthallen sind zu hören, denn die gesamte Schule liest.

 

Erkenntnisse aus der Pisastudie sowie vor allen Beobachtungen aus dem Schulalltag machen deutlich, dass die Lesefähigkeit alarmierend vieler Schüler unzureichend ist, und schon bei einfachen Texten Verständnisprobleme auftreten. Das hat das Lehrerkollegium der Schule am Ochsenweg bewogen, dem Problem mit einer rollenden Lesestunde zu begegnen. Mit Beginn des zweiten Halbjahres rotiert eine Lesestunde durch den Stundenplan aller Jahrgänge. Die Schüler bringen ein Buch mit und führen ab dem dritten Schuljahr ein Leseheft. Die Schule hofft, das Leseverstehen zu fördern, aber auch zum Lesen zu motivieren, indem man dem Lesen einen Raum verschafft, der im häuslichen Bereich häufig verloren gegangen ist. Und was sagen die Schüler dazu? Die Resonanz scheint durchweg positiv zu sein. Von vielen wird die Ruhe, die dann herrscht, geschätzt. Oft hört man auch: “Wann dürfen wir wieder lesen? Es war gerade so spannend!“

 

Die Lehrer sind davon überzeugt, dass die Zeit, die man in die Verbesserung der Lesefähigkeit investiert, sich umfassend auf alle Bereiche auswirken wird. Sie freuen sich über das gut angelaufene Projekt.